hi,
was Passion sagt, ist absolut richtig. Schön, es mal so zusammengefasst zu sehen.
Der Beruf des Schlagzeugbauers existiert real gar nicht, auch wenn es einem lange suggeriert wurde. Wenn man sich die produktion von Schlagzeugen anschaut, und was die Handwerkskammer für ein Bild vom Trommelbauer hat, merkt man schnell, dass hier Welten dazwischen liegen. Die Handwerkskammer geht von Blechinstrumenten aus, die in Handarbeit erstellt werden. Daher der Blechblasinstrumentemacher.
Tatsächlich ist aber Schlagzeugbau kein Beruf, sondern eher eine Reihe von Berufen, gut vergleichbar mit "Autobauer". Wer würde von einem KFZ-Mechaniker erwarten, dass er ein komplettes Auto bauen kann?!? Alleine schon an der heute üblichen Elektronik beisst er sich die Zähne aus.
Genau so ist es beim Schlagzeugbau, hier gibt es viele Spezialgebiete. Hier klammere ich mal absichtlich die Ständer, Fussmaschinen etc aus, sowie die Fellherstellung, beides schon wieder spezialgebiete für sich.
- der Holzformer fertigt die Kessel (bei Fassbauweise ggf. ein Tischler)
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Lugs werden z.B. von einer Metallverarbeitenden Firma aus dem Vollen gefräst
- Spannreifen kamen früher z.B. von Peugot, der u.a. auch Fahräder baute, und entsprechende Machinen hatte zum Walzen und Flanschen
- ein Galvaniseur veredelt die Hardware
- ein Tischler sägt die Kessel zurecht und fräst die
Gratungen
- der Lackierer macht ein schönes
Finish auf den Kessel
- ein Handlanger bestückt die Fräse mit den Kesseln, die dann gebohrt werden (kleinere Unternehmen machen das von Hand)
- Hausfrauen bestücken die Kessel mit Hardware
- ein Kontrolleur checkt die fertigen Instrumente und stimmt sie ggf.
So. Wenn du jetzt Schlagzeugbauer werden willst, schaust du deine eigenen Fähigkeiten an, und entscheidest dich, was du davon selber machen kannst, bzw. wo du noch defizite hast.