hier ein Auszug:
ich hab ne Pearl Ahorn Bassdrum die klingt gut 22x18
Ich hab ne 20x16 Xshell DW Bassdrum gespielt die klang super!
ich hab ein 20x16 Mapex Merdidian Bassdrum die klingt gerade noch brauchbar.
Ich hab ne selbstgebaute 20x19 Bassdrum! Der Oberhammer! Noch nie etwas besser gehört und gespielt! (VSS Keller ahorn Shell)
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hehe... nein, nicht je länger je besser. Lang sieht geiler aus, okay, aber das hat klanglich nichts zu sagen.
die klanglichen Auswirkungen sind: je länger der Kessel, desto kürzer der Ton. Eine 20x10er Bass Drum hat sau viel Sustain, mit 20x17 klingt sie schon etwas trockener. dazu kommt, je größer, desto pappkarton. Ausschlaggebend für den Pappkartonsound ist nicht die Tiefe, sondern das Volumen, also die bewegte luft. Eine 26x14er BD klingt so recht passabel, eine 26x20 oder tiefer hingegen macht niemandem freude (zumindest nicht, wer auf Bass drum sounds steht).
wer es mal einrichten kann, kann hier bei uns in Hamburg verschieden tiefe Bass drums anspielen, die ansonsten identisch sind. Ist sehr eindrucksvoll.
Was das Gerücht des besseren Sounds angeht, tatsächlich sind lange, große Bass Drums LAUT, was erst mal beeindruckt. aber rein klanglich ist die Lautstärke wohl egal, es gibt ja mikros. Und die geben dann gnadenlos den Pappkarton preis. Aber na ja, mit dem richtigen Fell ist auch dem beileibe zu rücken. Letztlich wohl doch Geschmacksache... nicht Geschmacksache bleibt, dass große BDs sehr träge sind und bei wachsendem Volumen wird das nicht besser. Speedfeet werden das nicht mögen...
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...und zu unseren Kesseln, well, da Eigenlob ja bekanntlich stinkt, verweise ich lediglich auf den Test von Sticks und www.musikmachen.de, inkl. Soundfile und video:
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also ich würde dir einfach raten, die Bassdrum größe zu nehmen mit der du auch bei anderen (schon gespielten) Sets die Beste erfahrung gemacht hast. Bzw. mit denen du zufrieden warst. Dann machst nichts falsch!
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ich würde sagen mehr volumen braucht mehr kraft zum schwingen
also auch mehr um lange zu schwingen
und mit voller kraft draufkloppen könnte auch nicht die mehr energie in die trommel bringen um für mehr Sustain zu sorgen weil das ja übers fell geht
man hat viel mehr reibung bei viel mehr luft also wird schneller mehr schallenergie in wärme umgewandelt
das sorgt dann ja auch für den ersten punkt
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es hängt tatsächlich mit dem bewegten Luftvolumen zusammen. Die Luftsäule auf dem Fell dämpft das Schwingen umsomehr, je tiefer der Kessel ist. Dabei verhält sich ein großer Kessel anders als kleine Kessel, ich vermute, dass hier noch mehr Faktoren reinspielen.
Dass es aber Fakt ist, kann jeder überprüfen, der die Möglichkeit hat, z.B. beim Restaurieren von Kesseln, den A/B Vergleich am selben Kessel zu machen. Hab gerade wieder mal ein Set gekürzt, von 12x10, 13x11 und 16x16 auf 12x7, 13x8 und 16x14. Der Ton wurde deutlich länger; gut gegratet war das set schon vorher. Daran lag es also nicht.
Bei Bass Drums ist das Phänomen am deutlichsten; ich habe hier Exemplare, die sehr tief sind, und Kesselreste der selben Größe. Die Kunden sind oft baff, wie viel Sustain die kurzen Bass Drums haben, und wie viel Bass.... man unterstellt solchen Kesseln einfach einen mieseren Klang...
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ich werde mal ein Video machen. Gerade am Mikrophon kann man es besonders gut zeigen, auch, wie der Klang sich verändert. Beim Live-Sound kann oft das größere Volumen mehr Bass vortäuschen, das Mikrophon ist von der Lautstärke unbeeindruckt. Ein Spektograph wäre vieleicht auch ganz klasse.
mal sehen. hab noch eine woche lang einen Praktikanten hier, vielleicht machen wir mit dem mal ein paar Tests und filmen das...
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das würde heissen je tiefer die trommel desto dumpfer der klang?
ich war immer der meinung daß man mit mehr kesseltiefe mehr bauch bekommt...
den grundklang bestimmt ja eindeutig der durchmesser oder?
....
zerbrech mir schon seit ewigkeiten den kopf drüber wie man den klang einer trommel am besten vorhersagen kann. wissenschaftlich.
ein computergestütztes modell wär da angesagt.. kann das jemand??
und irgendwie muss es doch sowas wie den "goldenen schnitt" geben für das verhältniss von druckübertragender fläche zu bewegter luftmasse...
unter beibehalten einer bestimmten Gratung, unabhängig von der kesselstärke, dem kesselmaterial und den fellen bzw deren stimmung...
wie auch immer
grüße
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Der Eindruck, dass tiefere Kessel auch tiefer klinken, täuscht: man hört nicht mehr Bass, nur weniger Höhen. Und das ist ein großer Unterschied. Das selbe gilt bei größeren Größen - hier wird der Bass überproportional lauter zu den Mitten und Höhen. Im Resultat bedeutet das: die große, tiefe Bass Drum hat nicht mehr Bass, sondern, wenn man die Lautstärke mal ignoriert, deutlich weniger Höhen, also weniger Kick. Die Höhenanteile sind aber für einen guen Klag sehr wichtig. Ich habe jahrelang recording gemacht; eine live gespielte Bass Drum mag überzeugen wegen ihrem Druck. Davon bleibt bei einer Aufnahme aber nichts mehr übrig, der Druck kam ja alleine durch die Lautstärke zustande. Wenn man dieselbe Bass Drum dann leise abspielt, klingt sie schlapp und kraftlos. Damit die auch leise- also im Kontext mit der Musik, bei normaler Hörlautstärke- gut klingt, muss neben dem Bass eben deutlich auch der Kick zu hören sein. Und der Kick, das ist nunmal das helle Klicken, die Höhenanteile der Bass Drum.
Man muss also unterscheiden zwischen Klang und Lautstärke. Es gibt keinen physikalischen Grund, warum eine kleine Bass Drum weniger Bässe haben sollte als eine große. Es ändert sich nur das Verhältnis eben der Frequenzen zueinander und das Volumen.
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ach ja, ich hab ein Set nach dem goldenen Schnitt gebaut, die Ratio 1,618 besagt, dass Kesselgröße und -Tiefe in diesem verhältnis zueinander stehen. Das hat ein extrem gutklingendes Set hervorgebracht, allerdings funktioniert diese Ratio nicht bei allen größen. Bei dem kleinsten Tom (8" wurde der Kessel deutlich zu flach durch diese Ratio. Die Kessel hatten 8x5, 10x6, 12x7", zum jeweils nächsten Zoll gerundet, wobei zu beachten ist, dass die Kessel ja nicht exakte Zollmaße im Durchmaß haben.
Ob das nun das ultimative NonPlusUltra ist, sei dahingestellt, da jeder einen anderen Klang als optimal empfindet. Das Schlagzeug ist ja auch nicht wie eine Orgel zum tonalen Spiel gedacht -hier wäre der goldene Schnitt sicher perfekt. Wenn man versucht, möglichst definierte tonale Unterschiede herauszuarbeiten, könnte diese Ratio also recht hilfreich sein..
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ahaaa!
danke, das hat mir die augen geöffnet... oder die ohren..
wie auch immer
der goldene schnitt kam mir auch schonmal in den sinn.. und bei pearl gabs da auch was mit einer 10" Snare für mike mangini.
sei dahingestellt ob das was bringt.
wie du schon gesagt hast - es ist keine orgel und jeder hat seine eigenen vorstellungen.
aber physikalisch toll erklärt - danke
und trotz aller physik bild ich mir immer noch stark ein daß Gratung und fell bzw stimmung den meisten teil ausmachen.
grüße
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